Wissenswert

 

 

 

WICHTIG:  Am Tag der Nagelmodellage die Hände nicht eincremen.

 

Nagelmodellage ist die künstliche Verlängerung und Verstärkung der menschlichen Finger- und Fussnägel mit Hilfe von Gel oder Acryl.

 

Verfahren

Es wird zwischen der Verwendung von Nagelspitzen (Tips) und Modellage mit Schablone unterschieden. Zuerst werden der Kundin unabhängig von dem eingesetzten Verfahren die Hände und Nägel desinfiziert. Die Nägel werden entfettet, die Nagelhaut wie bei einer Maniküre zurückgeschoben und mit einem Buffer oder Schleifblock, Dehydrator (bestehend aus Isopropanol und Aceton) und zusätzlich oft, allerdings nicht zwingend, mit Haftprimer für die Modellage vorbereitet.

 

Auffüllen/Refill

Nach zwei bis vier Wochen muss der herausgewachsene Teil des Nagels aufgrund der verschobenen Statik und des unschönen Rauswuchses aufgefüllt werden. Dazu wird für eine gleichbleibende Länge der verlängerte Nagel entsprechend gekürzt, der Übergang zum herausgewachsenen Naturnagel geglättet und mit dem entsprechenden Kunststoff neu überzogen und in Form gefeilt.

 

Acryl

Sogenannte Acrylnägel werden mithilfe eines Zweikomponentenacryls, einer Flüssigkeit (Liquid) und einem sehr feinen Acrylpulver, aufgebaut. Dieses System ist die älteste Methode. Es härtet nach dem Mischen der Komponenten selbständig aus, wobei es auch UV-härtende Acrylsysteme gibt. Das Material zeichnet sich durch seine grosse Härte aus, das es möglich macht, den gesamten Nagel sehr dünn und präzise zu verarbeiten und kann in der Regel bei allen "Arten" von Naturnägeln angewandt werden. Acrylnägel können mit einem Lösungsmittel (meistens Aceton) einfach und schnell entfernt werden. Werden die Nägel lackiert muss unbedingt acetonfreier Nagellackentferner verwendet werden, da ansonsten beim Ablacken die Nägel angelöst werden. Es gilt unter den Nageldesignern als Königsdisziplin, da es vergleichsweise zum Gelsystem schwerer zu erlernen ist, weil es aufgrund der eigenständigen Aushärtung schneller verarbeitet werden muss, um für die Modellage nicht bereits zu fest oder im Pinsel ausgehärtet zu sein. Es ist für besonders ausgefallene Designs wie 3-D-Blumen sehr gut geeignet und wird aus diesem Grund bei Meisterschaften häufig verwendet.

 

Gel

Als Gelnägel werden Nägel, die mit der Gel-Technik verarbeitet werden, bezeichnet. Das Gel besteht aus einem UV-reaktiven Acrylgel, welches unter UV-Licht aushärtet. Aufgrund der vergleichsweise einfachen Handhabung, ist es die weitverbreitetste Methode der Verstärkung und Verlängerung. Die Nageldesignerin besitzt dazu ein eigenes Härtungsgerät, in das die Kundin ihre Hände mit den zuvor mit Gel modellierten Nägeln legt. Das Gel härtet darin in wenigen Minuten unter Wärmeentwicklung aus. Da es sich beim Gel um ein vergleichsweise "weiches" Material handelt ist es in der Regel eher für weiche Naturnägel geeignet. In das flüssige Gel können besonders gut bunte Gele und sonstige Verzierungen wie Kristallsteinchen, Trockenblumen und Einlegemotive eingearbeitet werden, da das Modelliergel bis zum Einlegen in das Härtungsgerät längere Zeit verarbeitbar bleibt. Die meisten Gele sind beständig gegenüber Lösungsmitteln und müssen deshalb zur Entfernung gefräst werden.

 

 
 

 

 

 

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